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Was den Erfahrbaren Atem nach Middendorf so interessant macht

Die Atemweise nach Middendorf unterscheidet sich von anderen im Wesentlichen darin, dass sie keine Methode im üblichen Sinne darstellt. Gemeint ist, den eigenen Atem wahrnehmen. D.h. das Ein- und Ausatmen als Weit- und Schmalbewegung spüren. Sich dieser Bewegung beobachtend überlassen ohne dabei aktiv einzugreifen ist der Schlüssel des Erfahrbaren Atem. In dieser Weise wird es möglich Verständnis für den eigenen Atemrhythmus zu gewinnen. Der Einatem, wie der Ausatem, sowohl wie auch die Atemruhe haben ihre eigene Bedeutung, die zu erfahren und verstehen es gilt. In diesem Sinne gibt es keine allgemein gültige Regelabfolge der Übungen und der Behandlungsmodi, die einzuhalten für Jedermann/frau gültig ist.

Den Atem als Bewegung im Körper spüren und wahrnehmen: mal als weiche Welle, mal als strömend fliessend, mal zart und fein wie ein Hauch, mal prickelnd und erfrischend...

Was bewirken diese Körperempfindungen? Wie reagieren die Gefühle darauf? Was lösen sich für Gedanken? Wie gestaltet sich die Verknüpfung Körper-Gefühl-Denken und was bewirken diese Verbindungen? - all diese Vorgänge werden ganz individuell erlebt. Und daraus wird die Behandlung dann aufgebaut.

Es wird für Sie möglich zu erfahren, wie direkt ihr Atemgeschehen mit Ihrer Art und Weise zu fühlen und denken verknüpft ist! In diesem Sinne spiegelt der Atem als Körper Ihr Tun und Lassen. Die Vielfalt der einfachen und schwierigeren Bewegungsabläufe und auch das Sein in Ruhe ermöglicht Ihnen, was unbewusst ist, bewusst werden zu lassen: was tut mir gut - was möchte ich vermeiden? Sie kriegen ein differenziertes Bild Ihres Selbst, das Ihnen zeigt, wie Ihr Atem auf das reagiert was Hier und Jetzt ist. So gesehen verhält sich Ihr Atem immer richtig. Kann der Atem sich nicht frei entfalten, weil es eng in der Brust ist, bedeutet das nicht, dass Sie falsch atmen, sondern vielmehr, dass sich zuviel Spannung im Brustbereich aufgebaut hat. Ihr Atem reagiert darauf. Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Tun wird nicht auf das falsche und dann richtige Atmen gelenkt, sondern vielmehr darauf, wie die Spannungen im Brustbereich abzubauen sind und wie sich der seelische Zustand mitverändert. Um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken gilt es weiter zu schauen. Wo bestehen im ganzen Körper Spannungsverhältnisse, die verbessert werden können? Vielleicht sind die Beine müde, so dass der Brustraum das Halten übernimmt?

Oder bei Kurzatmigkeit ist ein angestrengter Kopf dafür verantwortlich. Der Rücken ist dadurch müde und hart geworden. Die Spannkraft, die den gesunden Rücken aufrichtet fehlt.

Oder Sie können spüren, dass Sie in schwierigen Situationen den Nacken und die Schultern einziehen und anspannen, der Mund wird trocken. Der Atem reagiert darauf und wird schneller, flach und dünn. Mit der Kraft des Becken-Bauch-Raumes, einem gesunden auf den Füssen und Beinen stehen, wird sich eine solche Situation der Herausforderung ganz anders bewältigen lassen.

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Atem ist eine ressourcenorientierte, auch wundervolle Möglichkeit, sich immer wieder neu einzulassen, zu suchen und zu entdecken.

So wie das Leben sein kann: lebendig!

Brigitte Bucher Tel. 079 648 51 33 (Geschäft) 8006 Zürich 7000 Chur E-Mail
dipl. Atemtherapeutin/Atempädagogin Tel. 044 260 20 60 St. Moritzerstr. 9 Vazerolgasse 19

Meine Internet-Adresse: www.brigitte-bucher.ch

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